Der Bund: 01.09.2005
Meinungen über Umnutzung von Berns Kleiner Allmend gehen auseinander.
Die Kleine Allmend soll nach Meinung des Gemeinderats schon bald anders genutzt werden. Vier bis sechs Fussballplätze für Breiten- und Spitzensport möchte die Stadt auf den Wiesen am nördlichen Stadtrand errichten. Hierzu ist eine Umzonung nötig. Heute läuft die Mitwirkungsfrist für den Nutzungszonenplan Kleine Allmend ab. Bis dato sind beim Stadtplanungsamt 10 Beiträge eingegangen.
Zu Wort gemeldet haben sich unter anderem die SP Bern Nord, das Grüne Bündnis, die VCS Regionalgruppe Bern, die BEA Bern Expo, die Gemeinden Ittigen und Ostermundigen sowie der Quartierverein Burgfeld.
Quartierplaner Laszlo Litzko sagte auf Anfrage, er habe sich inhaltlich noch nicht mit den Mitwirkungsbeiträgen auseinander gesetzt.
Keine Freude am Umnutzungskonzept hat der Quartierverein Burgfeld: Die geplanten Fussballfelder führten zu unerwünschtem Mehrverkehr im
Quartier. Sorgen um die Lebensqualität macht sich auch das Grüne Bündnis: Es regt an, verbindliche Betriebszeiten festzulegen. Der VCS verlangt flankierende Massnahmen, welche den Suchverkehr im Quartier verhindern und die Anfahrt zu den 300 Parkplätzen am Zentweg auf die Bolligenstrasse kanalisieren.
Der BEA Bern Expo stösst sich am massiv kleineren Parkplatzangebot auf der Kleinen Allmend (nur noch 300 Parkplätze). Ganz anders VCS und Grünes Bündnis, für die 300 Parkplätze das Maximum sind. Der VCS möchte, dass für die Parkfelder von der ersten Minute an Gebühren erhoben werden. Weiter regt der Verkehrs-Club an, die Nutzer der neuen Fussballplätze zu verpflichten, ein Mobilitätskonzept zur Minimierung der Autofahrten zu den Sportanlagen auszuarbeiten. (ruk)