Der Bund: 25. Februar 2006
Parkplätze scheiden Geister
STADT BERN Das Mitwirkungsverfahren zu den Nutzungszonenplänen für die Kleine und Grosse Allmend in Bern hat besonders in der Parkplatzfrage weit auseinanderliegende Standpunkte zutage gebracht. Umstritten ist die Grösse des Parkplatzangebots. Beteiligt an der Mitwirkung waren auch die Nachbargemeinden Ostermundigen und Ittigen, die sich, wie die Stadtberner Freisinnigen, gegen einherabgesetztes Parkplatzangebot wandten. Auf der andern Seite wollen das Grüne Bündnis, die SP, derVCS und die Gesellschaft zum Schutz des Stadt- und Landschaftsbildes das Angebot weiter reduzieren.
Im letzten November kam die Frage aufgrund von bürgerlichen Vorstössen im Grossen Rat zur Sprache und sorgte für eine Kontroverse zwischen bürgerlichen Befürwortern von mehr Parkplätzen und SP und Grünen auf der andern Seite. Diese kritisierten das angedrohte Mittel einer kantonalen Überbauungsordnung als «Eingriff in die Gemeindeautonomie». Auch Berns Stadtregierung und das Stadtparlament äusserten sich kritisch.
Wie das Stadtplanungsamt am Freitag mitteilte, geht die Planungsvorlage Grosse Allmend nun zur Vorprüfung an das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung. Das Ziel, die Kleine Allmend als siedlungsstrukturierende, begrünte Sport-, Spiel- und Erholungsfläche zu gestalten, werde im Grundsatz mehrheitlich unterstützt, hiess es in der Mitteilung weiter. Laut Stadtplanungsamt gingen in der Mitwirkung zur Grossen Allmend 20, in jener zur Kleinen Allmend 25 Stellungnahmen ein. Mehrheitlich unbestritten ist die Gestaltung der Allmenden als begrünte Sport-, Spiel- und Erholungsflächen. (sda/pd)